Apostelbesuch mit Ruhesetzung

Am Mittwoch, dem 11. November besuchte Apostel Jens Korbien die Gemeinde Wolfen. Am Ende des Gottesdienstes setzte er einen Priester und einen Diakon in den Ruhestand.

Der Apostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort Römer 12, 13.14 zugrunde:

„Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht.“

Das Bibelwort beschreibt das Leben der Gemeinde, in der Heiligung durch Gott an den Menschen geschieht: Diese haben in den Sakramenten ein besonderes Nähe-Verhältnis zu Gott erlangt, erleben die Nähe zu Jesus Christus im Heiligen Abendmahl und ergreifen das Heil in der Sündenvergebung.

Aber auch Heilige haben Nöte und erleben wie ihre Mitmenschen Krankheit, Arbeitslosigkeit, vielleicht auch Existenzsorgen. So fordert Paulus die Gemeinde auf: „Brüder und Schwestern, seid füreinander da! – Auch wir wollen einander annehmen, aufbauen, trösten und stärken.

Der zwischenmenschliche Umgang bringt automatisch auch Konflikte mit sich. Ist der Frieden untereinander einmal verloren gegangen, wollen wir die Spirale aus lieblosem Reden und Handeln mit Ruhe und Gelassenheit durchbrechen und so zur Konfliktlösung beitragen.

Die angesprochene Gastfreundschaft bedeutet im christlichen Sinn, dem Anderen zu gestatten, dort zu sein, wo man selbst sein darf, und zu empfangen, was man selbst empfangen hat. Gottes Lohn wird allen, die Gnade und Erlösung in Jesus Christus gefunden haben, in gleichem Maß zuteil: ewiges Leben bei Gott.

Gestatten WIR jedem den gleichen Stand – gönnen WIR dies allen Menschen – üben wir uns in dieser Gastfreundschaft.

Apostel Korbien bat Priester Klaus Präßler für einen letztmaligen Predigtbeitrag an den Altar, bevor er ihn und Diakon Wilfried Strauß in den Ruhestand verabschiedete.

So mischt sich in die Freude über den Apostelbesuch und einen wohlverdienten Ruhestand auch ein wenig Traurigkeit, wenn treue Diener Gottes die Arbeit ruhen lassen.